Von der Wassermenge über die Garzeit bis zum Entkalken: Hier stehen die Fragen, die vor und nach dem Kauf eines Dampfgarers am häufigsten auftauchen – sortiert nach Themenbereich. Jede Antwort stützt sich auf Herstellerangaben oder auf die Rezensionen, die wir für unseren Vergleich ausgewertet haben.
Beim Dämpfen liegt das Gargut über dem Wasser statt darin. Wasserlösliche Vitamine werden dadurch weniger ausgeschwemmt als beim Kochen im Wasser – das ist der belegbare Unterschied, und weiter geht diese Aussage nicht. Fett braucht der Garvorgang keines. Alles Weitere ist eine Frage der Ernährung und nicht des Geräts: Wir geben Gerätehinweise, keine Ernährungsberatung.
In den Rezensionen, die wir für diesen Vergleich ausgewertet haben, werden vor allem genannt: frisches und tiefgekühltes Gemüse, Kartoffeln, Spargel, Fisch, Hähnchen, Eier sowie Knödel. Reis und andere Getreide kommen in die Reisschale, eine flache Schale ohne Löcher, die bei mehreren Geräten im Lieferumfang liegt – ohne sie liefe das Wasser durch den Garkorb ab. Was nicht funktioniert, ist alles, was Bräunung braucht: Ein Dampfgarer arbeitet bei rund 100 °C und röstet nicht.
Für neun der zwölf Geräte in unserem Vergleich ist eine Leistung angegeben; sie reicht von 400 W bis 1.300 W, die meisten liegen zwischen 800 W und 950 W. Ein Durchgang von 20 min bei 900 W entspricht rund 0,3 kWh. Eine höhere Leistung heißt dabei nicht automatisch mehr Verbrauch: Sie erzeugt den Dampf schneller, das Gerät läuft entsprechend kürzer. Entscheidend ist die Garzeit, und die hängt an Menge und Gargut.
Ein Dampfgarer arbeitet drucklos bei rund 100 °C: Sie können den Deckel jederzeit abnehmen, das Gargut ansehen und in mehreren Garebenen – den übereinander gesetzten Garbehältern – verschiedene Zutaten gleichzeitig garen. Ein Schnellkochtopf steht unter Überdruck, erreicht höhere Temperaturen und ist damit schneller, bleibt dafür bis zum Druckabbau verschlossen. Einbaudampfgarer und Dampfbacköfen sind noch einmal eine eigene Geräteklasse; dieser Vergleich behandelt ausschließlich Tischdampfgarer, also freistehende Geräte für die Arbeitsplatte.
Die ausgewerteten Rezensionen beschreiben eher das Gegenteil: Zum WMF Küchenminis berichten mehrere Rezensent:innen, gedämpftes Gemüse schmecke deutlich intensiver als in Wasser gekochtes, weil der Geschmack nicht ins Kochwasser übergeht. Gewürzt wird trotzdem – entweder direkt am Gargut oder über einen Aroma-Einsatz, wie ihn der Beper mitbringt, in den Kräuter und Gewürze ins Wasser gegeben werden.
So viel, wie die Markierung im Wassertank vorgibt – der Menge nach richtet sie sich nach der Garzeit, nicht nach dem Gargut. Zur Orientierung: Der Wassertank des WMF Küchenminis fasst 1,1 l, beim Tefal Convenient Series Deluxe reicht eine Füllung laut Hersteller für bis zu 45 min, beim Tefal VC1451 laut einer Rezension für rund 70 min. Mehrere Geräte lassen sich über seitliche Öffnungen nachfüllen, ohne dass Sie den Deckel mit den gestapelten Garbehältern abnehmen müssen.
Das hängt an Gemüseart, Stückgröße und Füllmenge. Aus den ausgewerteten Rezensionen: tiefgekühltes Gemüse zusammen mit Fisch in rund 30 min, 2,5 kg Kartoffeln in 45 min, Eier in etwa 10 min. Rechnen Sie die Zeit bis zur Dampfbildung dazu – Aigostar gibt dafür rund 1 min an. Cecotec legt beim Vapovita 3000 Inox eine Garzeittabelle bei; eine Rezension zum WMF Küchenminis berichtet, dass Gerichte aus der Anleitung im Schnitt 5–10 min länger brauchten als angegeben.
Ja, dafür sind sie da. Fünf der zwölf Geräte in unserem Vergleich haben 3 Garebenen, fünf haben 2, die beiden Kombigeräte je eine. Unterschiedliche Garzeiten lösen Sie, indem Sie die langsamere Zutat zuerst allein garen und die zweite Garebene später aufsetzen. Der WMF Küchenminis nimmt Ihnen das mit seiner Memory-Funktion ab: Sie speichert je Garebene eine eigene Garzeit und staffelt den Start so, dass beides zusammen fertig wird. Umgekehrt müssen Sie nicht alle Ebenen nutzen – eine Rezension beschreibt, dass bei ihr regelmäßig nur zwei von drei Garbehältern im Einsatz sind.
Der Dampf selbst überträgt wenig Geschmack. Was wandert, ist Flüssigkeit: Kondenswasser und austretender Saft laufen von oben nach unten durch die Garebenen. Eine Rezension zum Tefal Convenient Series Deluxe rät deshalb, die Anordnung zu bedenken; eine andere nutzt genau diesen Effekt und legt Hähnchen über das Gemüse. Wenn nichts übergehen soll, garen Sie geschmacksintensive Zutaten in einem eigenen Durchgang oder in der abgeschlossenen Reisschale.
Das entscheidet die Wasserhärte, nicht das Gerät. Rezensionen aus Haushalten mit sehr kalkhaltigem Wasser berichten bei fast täglichem Gebrauch von etwa einmal monatlich, andere kommen mit einer gründlichen Reinigung alle paar Monate aus. Kalk im Wassertank und schwer zu reinigende Behälter sind in den ausgewerteten Rezensionen der häufigste Kritikpunkt – wer Kalk stehen lässt, verlängert die Zeit bis zur Dampfbildung und riskiert Kalkränder, die sich später kaum noch lösen.
In den Rezensionen wird mehrfach Essig mit Wasser genannt; eine Rezension beschreibt stattdessen ein paar Tropfen Entkalkungsmittel für Kaffeemaschinen, die zwei Minuten warmlaufen. Maßgeblich ist die Bedienungsanleitung Ihres Geräts – nicht jeder Hersteller lässt Essigsäure an Dichtungen und beschichteten Wassertanks zu. Nach dem Entkalken einmal mit klarem Wasser durchlaufen lassen, bevor wieder Lebensmittel hineinkommen.
Bei den meisten Geräten im Vergleich ja: Für acht der zwölf geben die Hersteller die Garbehälter ausdrücklich als spülmaschinengeeignet an, bei vieren zusätzlich der Deckel – so beim Tefal Convenient Series Deluxe, beim Tefal VC1451, beim Beper und beim Russell Hobbs Reiskocher 27080 (dort der Innendeckel), teils inklusive Tropf- oder Auffangschale. Beim WMF Küchenminis berichten das nur die Rezensionen; beim Cecotec Vapovita Steelpot, beim Steba DG 2 und beim Russell Hobbs Maxicook fehlt die Angabe ganz – zu Letzterem rät eine Rezension vom Geschirrspüler sogar ausdrücklich ab.
Gerätesockel, Heizplatte und alles mit Kabel bleiben in jedem Fall draußen und werden feucht abgewischt. Zwei Einschränkungen nennen die Rezensionen zu den spülmaschinengeeigneten Teilen selbst: An Kunststoffbehältern bleiben Verfärbungen von rotem Gemüse auch nach der Spülmaschine zurück, und zum Russell Hobbs 19270 beschreibt eine Rezension die Anleitung als widersprüchlich, was die einzelnen Teile angeht.
Die Geräte in unserem Vergleich reichen von 1,2 l im kleineren Kombigerät bis 12,0 l. Rezensionen zum Cecotec Vapovita 3000 Inox beschreiben dessen 9,0 l als ausreichend für zwei bis vier Personen, den Beper mit 5,0 l als passend für eine Person oder ein Paar. Wichtig beim Vergleichen: Das angegebene Fassungsvermögen ist die Summe aller Garebenen – wer nur eine Ebene nutzt, hat entsprechend weniger. Größere Geräte brauchen zudem spürbar mehr Stellfläche und Schrankplatz, worauf Rezensionen ausdrücklich hinweisen.
Nein – dämpfen lässt sich auch mit einem Einsatz im Kochtopf. Ein eigenes Gerät lohnt sich, wenn Sie regelmäßig dämpfen und drei Dinge nutzen, die der Topf nicht bietet: mehrere Garebenen für Beilage, Gemüse und Fisch in einem Durchgang, einen Timer mit automatischer Abschaltung und einen Garvorgang, der ohne Aufsicht nichts anbrennen lässt. Wer ein- oder zweimal im Monat Brokkoli dämpft, kommt ohne aus.
Vier Geräte im Vergleich haben Garbehälter aus Edelstahl, sechs aus Kunststoff, davon fünf ausdrücklich BPA-frei (ohne Bisphenol A, einen Grundstoff mancher Kunststoffe); die beiden Kombigeräte stehen mit ihrem Dampfkorb daneben. Edelstahl gilt als unempfindlich gegen Verfärbungen, Hitze und Kratzer; Kunststoff ist leichter, meist durchsichtig – laut Rezensionen aber anfällig für Verfärbungen: Beim Aigostar ließen sich Flecken durch rotes Gemüse nicht mehr entfernen, beim Cecotec Vapovita 3000 Inox verfärbte sich die Schale mit der Zeit. Am Preis zeigt sich ein klares Muster: Die fünf günstigsten Geräte im Vergleich haben allesamt Kunststoffbehälter, Edelstahl gibt es im Feld erst ab 49,90 €.
Es spart Stellfläche und eine zweite Anschaffung, kostet aber Garebenen: Beide Kombigeräte im Vergleich haben genau eine, während die reinen Dampfgarer bei 2 anfangen. Beim Fassungsvermögen hängt es am Gerät – der Russell Hobbs 27080 bringt 1,2 l mit, der Russell Hobbs Maxicook 5 l zum nahezu gleichen Preis. In unserer Bewertung zählen Fassungsvermögen und Garebenen zusammen die Hälfte, deshalb landen beide im hinteren Feld – für einen Haushalt, der ohnehin oft Reis kocht, wenig Platz hat und Beilage und Reis gleichzeitig fertig haben will, können sie trotzdem die richtige Wahl sein.
Grundsätzlich ja. Zwei Dinge sind zu beachten: Das Fläschchen muss aufrecht in den Garkorb passen, weshalb die Höhe der Garebene zählt; bei Geräten mit stapelbaren Garbehältern lässt sich dafür meist eine Ebene weglassen. Und die Wirkung hat eine Grenze: Ausdämpfen reduziert Keime, es ersetzt keinen Sterilisator im medizinischen Sinn. Prüfen Sie außerdem in der Anleitung Ihres Fläschchens, ob es die Temperatur verträgt.
Auf drei Dinge kommt es an, und alle drei stehen im Datenblatt: das Material der Garbehälter – Edelstahl oder ausdrücklich BPA-freier Kunststoff, das trifft auf zehn der zwölf Geräte im Vergleich zu –, eine kleine Reisschale für Portionsmengen und Teile, die in die Spülmaschine dürfen. Ein eigener Babynahrungszubereiter ist dafür nicht nötig: Eine Garebene reicht für die Portion, während auf einer anderen das Essen für den Rest des Haushalts entsteht. Welches Gemüse wann auf den Teller kommt, besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin – wir geben Gerätehinweise.